Vorbehandlung mechanisch

Anodisch erzeugte Oxidschichten sind transparent. Der größte Teil des auf eine eloxierte Oberfläche fallenden Lichtes wird nicht an der Oberfläche der Oxidschicht, sondern an der Grenzfläche zum Metall reflektiert. Deshalb bleibt das metallische Aussehen beim Eloxieren erhalten. Für die optische Wirkung von eloxiertem Aluminium ist die Art der Vorbehandlung daher von entscheidender Bedeutung.

 

Vor der anodischen Behandlung müssen unerwünschte Oberflächenverletzungen, Fehlstellen und Unregelmäßigkeiten mechanisch entfernt werden. Je nach Behandlungsart wird die Oberfläche matt oder glänzend. Man unterscheidet die chemische Vorbehandlung durch Beizen in alkalischer Lösung, wobei eine mattierte Oberfläche entsteht, und die mechanische Vorbehandlung, z. B. durch Bürsten, Schleifen oder Polieren. So können unterschiedliche Oberflächeneffekte erzielt werden (Glanz, Schliff oder Mattierung).

 

Kurzzeichen der Vorbehandlung

Die Art der Vorbehandlung ist durch das entsprechende Kurzzeichen A0 bis A6 nach der Ö-Norm C2531 bzw.

von E0 bis E6 nach DIN 17611 gekennzeichnet.

 

A0 = E0 = ohne wesentlichen Oberflächenabtrag (meist für technische Zwecke)

A1 = E1 = geschliffen, eloxiert und verdichtet

A2 = E2 = gebürstet, eloxiert und verdichtet

A3 = E3 = poliert, eloxiert und verdichtet

A4 = E4 = geschliffen und gebürstet, eloxiert und verdichtet

A5 = E5 = geschliffen und poliert, eloxiert und verdichtet

A6 = E6 = chemisch vorbehandelt in Spezial-Matt-Beizen, eloxiert und verdichtet

A7 = E7 = geglänzt, eloxiert und verdichtet

A8 = E8 = poliert, geglänzt, eloxiert und verdichtet

 

 

Beim Strahlen kommen zwei Arten von Verfahren zur Anwendung: das Glasperlenstrahlen und das Sandstrahlen.

Das Strahlen dient dazu, die Aluminiumoberfläche zu reinigen und zugleich zu verdichten. Mittels Hochdrucks werden in einer Strahlanlage Strahlmittel - entweder Glas oder Sand - auf die zu bearbeitende Fläche "geschossen". Dadurch werden Verunreinigungen oder Lacke entfernt.

Die Oberfläche des Aluminiums nach der Glasperlenbestrahlung ist weniger schmutzanfällig, da die Glasperlen das Material nicht so stark aufrauen wie beim Sandstrahlen.